Gartentipps des Monats September

Im Obstgarten

Fallobst konsequent entfernen: Sammeln Sie Fallobst möglichst täglich auf. Meist sind die bereits jetzt herunterfallenden Früchte von Schädlingen befallen. Durch das Aufsammeln verhindern Sie, dass die Maden auskriechen und sich weiterentwickeln. Achten Sie auch darauf, ob Sie kranke Früchte am Baum entdecken. Diese sollten Sie sofort abpflücken und ent­sorgen.

Obstlager vorbereiten: Machen Sie sich langsam daran, das Obstlager vorzubereiten. Das bedeutet vor allem, gründlich zu reinigen. Bürsten Sie alle Gestelle und Schubladen zunächst gründlich ab und waschen Sie sie danach z.B. mit Essig- oder Waschsodawasser ab. Anschließend nachspülen und gründlich trocknen lassen. So verhindern Sie, dass noch evtl. vorhandene Erreger gleich das neue Obst infizieren.

Nochmals Erdbeeren kontrollieren: Kontrollieren Sie jetzt noch einmal Ihre Erdbeerbeete. Entfernen Sie dabei aufgewachsenes Unkraut und prüfen Sie, ob sich evtl. weitere Ausläufer ge­bildet haben. Falls ja, schneiden Sie diese unbedingt ab, da sie stark von der Mutterpflanze zehren und so den Ertrag des Folgejahres schmälern würden.

Im Gemüsegarten

Kartoffeln einlagern: Möchten Sie Kartoffeln einlagern, kommt es neben der Sortenwahl auch auf den richtigen Erntezeitpunkt an. Warten Sie unbedingt, bis das Kraut ganz verwelkt ist und die Knollen voll ausgereift sind, nur so ist eine möglichst lange Lagerfähigkeit gegeben. Die Knollen haben dann eine ausreichend feste Schale gebildet und lassen sich gut vom Kraut lösen.

Knoblauch stecken: Jetzt ist die optimale Pflanzzeit für Knoblauch. Ideal ist dafür ein sonniger und warmer Standort mit lockerem Boden. Je nachdem, ob Sie kleine Brutzwiebeln oder Zehen stecken, unterscheidet sich die Stecktiefe. Bei den kleinen Brutzwiebeln reichen ca. 2–3 cm, bei Zehen sollten es mindestens 6 cm sein. Und wenn es nicht immer der gängige weiße Knoblauch sein soll, versuchen Sie doch mal den milderen und rosafarbenen französischen Knoblauch.

Rhabarber teilen: Wenn die Rhabarberstiele mit den Jahren immer dünner werden, ist es an der Zeit, die Pflanzen zu teilen. Der beste Zeitpunkt dafür ist, sobald die Blätter vergilben. Graben Sie die Pflanzen zunächst aus und teilen Sie sie anschließend mit dem Spaten so, dass die Stücke mindestens drei bis vier Knospen haben. Setzen Sie dann die Stücke in das mit Kompost vorbereitete Pflanzloch nur so tief, dass sie maximal 5 cm dick mit Erde bedeckt sind.

Kürbisse nachreifen lassen: Wenn Sie Kürbisse einlagern wollen, sollten sie spätestens gegen Monatsende ernten. Lassen Sie die Früchte bei gutem Wetter noch für ca. zwei Wochen in der Sonne nachreifen, bis der Stiel fest und trocken ist. Falls das Wetter nicht mitspielt, können Sie sie auch ins Gewächshaus oder die Laube legen – Hauptsache vor Regen geschützt. Danach sind die Kürbisse bereit fürs Winterlager, das möglichst dunkel, trocken und kühl sein sollte.

Im Ziergarten

Dahlien regelmäßig ausputzen: Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren Dahlien haben, schneiden Sie regelmäßig die verwelkten Blüten über dem ersten oder zweiten Blatt unterhalb des Blütenstands ab. So bilden sich bis zu den ersten Nachtfrösten laufend neue Blüten.

Zweijährige aussäen: Zweijährige Blumen vermehren sich an ihnen zusagenden Standorten in der Regel ganz gut von selbst. Sie können aber auch gezielt nachhelfen. Sammeln Sie die reifen Samen und säen Sie sie gleich wieder an den gewünschten Stellen aus. Um das Anwachsen zu erleichtern, lockern Sie die Erde vorher oberflächlich mit einer Harke.

Stauden teilen: Ein Teil der Stauden ist bereits verblüht, ein gu­ter Zeitpunkt, um sie zu teilen. Heben Sie dazu die Pflanzen zunächst mit einer Grabegabel aus dem Boden. Nehmen Sie nun einen scharfen Spaten oder ein großes Messer zur Hand und teilen Sie die Stauden so, dass die Teilstücke mindestens faustgroß sind und drei gesunde Triebe besitzen. Danach die Pflanzen am gewünschten Platz einpflanzen und kräftig angießen.

Gartenschätze

Wegwarte, blaue Bitter Blume

Eine Traumbesetzung für naturnahe Gärten ist die Wegwarte (Cichorium intybus). Ihre him­mel­blau­en Blüten sitzen auf bis zu 1 m hohen Stielen und sind ein sommerlicher Magnet für Insekten wie Schwebfliegen und Wildbienen. Das gezackte Laub der heimischen Wildpflanze erinnert an Lö­wen­zahn. Im Frühjahr dienen die jungen Blätter als bittere und gesunde Salatbeigabe, auch die Blüten sind essbar. Die getrockneten, gerösteten und gemahlenen Wurzeln können Sie als Zichorienkaffee genießen.

Wegwarten lieben Sonne und durchlässige Böden. Sie sind mehrjährig und vermehren sich leicht durch Selbstaussaat. Vielleicht haben Sie ja auch schon die Verwandtschaft der blauen Blume im Gemüsebeet? Chicorée und Radicchio sind Kulturformen der Wegwarte.

Quelle: Text: Gartenfreunde.de Bilder: Gartenfreunde.de