Gartentipps des Monats Juni

Im Obstgarten

Für eine reiche Erdbeerernte: Um bei Erdbeeren den Ertrag sicherzustellen, müssen Sie bei trockenem Wetter rechtzeitig wässern. Die Pflanzen reagieren schnell auf einen Wassermangel und bilden dann nur kleine, trockene Früchte. Eine Mulchschicht aus Stroh ist ebenfalls zu empfehlen, da sie nicht nur die Früchte sauber hält, sondern zusätzlich die Verdunstung reduziert.

Jungtriebe fürs kommende Jahr: Bei Brombeeren reichen in der Regel pro Pflanze zwei kräftige Jungruten für die Ernte im Folgejahr. Schneiden Sie daher schon jetzt alle übrigen, schwächeren Neutriebe möglichst bodennah ab und fixieren Sie die stehen bleibenden am Gerüst.

Säulenäpfel ausdünnen: Säulenäpfel benötigen nur wenig Platz und Pflege. Allerdings neigen Säulen­sorten zu starken Ertragsschwankungen. Um das zu vermeiden und große Früchte zu er­zielen, sollten Sie spätestens ab Monatsbeginn einen überreichen Behang konsequent ausdünnen. Empfehlenswert ist, pro Ansatz nur zwei bis drei Früchte zu belassen oder insgesamt höchstens 30 pro Baum.

Im Gemüsegarten

Rasenschnitt als Mulch: Rasenschnitt, sofern frei von Unkrautsamen, können Sie jetzt als Verdunstungsschutz dünn zwischen Tomaten, Gurken, Zucchini, Kohl und anderen Gemüsekulturen ausstreuen. Zudem schließen ihn die Bodenorganismen schnell als wertvollen Dünger auf. 4 kg frischer Rasenschnitt enthält ungefähr so viel Stickstoff wie 100 g Hornmehl.

Gurken entspitzen: Sofern Sie in Ihrem Gewächshaus großfrüchtige Salatgurken angebaut haben, entfernen Sie spätestens bei Erreichen der Dachhöhe die Triebspitze. Schneiden Sie auch die unteren Seitentriebe und Früchte ab, sodass nur fünf bis sechs Früchte am Haupttrieb verbleiben. So sorgen Sie dafür, dass diese sich optimal entwickeln, und verhindern ein Absterben junger Früchte durch einen zu hohen Fruchtansatz.

Jetzt noch ein Kräuterbeet anlegen: Auch jetzt können Sie noch ein Kräuterbeet anlegen. Aus­säen können Sie beispielsweise Petersilie, Basilikum, Bohnenkraut und Majoran, oder Sie kaufen vorgezogene Pflanzen wie Rosmarin, Salbei oder Thy­mian. Von Letzteren sollten Sie regelmäßig die Triebspitzen ent­fernen, so wachsen die Pflanzen dichter. Da die Blüten vieler Kräuter bei Bienen und Hummeln aber hoch im Kurs stehen, soll­ten Sie immer einige Triebe stehen und in Blüte gehen lassen.

Im Ziergarten

Margeriten für den Herbst: Strauchmargeriten (Argyanthemum) sind beliebte Kübelpflanzen. Damit sie laufend neue Knospen bilden, müssen sie regelmäßig ausgeputzt und die Triebe gestutzt werden. Diese lassen sich gut als Stecklinge verwenden. Stecken Sie die Triebspitzen einfach in Töpfe mit Anzuchterde und halten Sie diese gleichmäßig feucht. Dann blüht der selbst gezogene Nachwuchs im Spätsommer und Herbst, wenn die Mutterpflanzen ihre beste Zeit schon hinter sich haben.

Kübelpflanzen nachdüngen: Margeriten, Schönmalven, Fuchsien, Engelstrompeten und andere Kübelpflanzen benötigen für die fortlaufende Blütenbildung regel­mäßigen Nährstoffnachschub. Wenn Sie nicht ständig darauf achten wollen oder bei der Dosierung unsicher sind, besorgen Sie sich am besten einen Lang­zeit­dünger. In das Substrat eingearbeitet werden die Nährstoffe gleichmäßig und je nach Produkt über mehrere Monate freigesetzt.

Clematis vermehren: Clematis können Sie über Absenker ganz leicht selbst vermehren. Schneiden Sie einen möglichst kräftigen Trieb leicht ein – nicht durch – und versenken Sie anschließend die Schnittstelle in einem mit Erde gefüllten Blumentopf. Jetzt müssen Sie den Trieb nur noch fixieren und das Triebende an einem Stab hochbinden. Wenn Sie die Erde immer gleichmäßig feucht halten, sollten sich bis zum Herbst genügend Wurzeln gebildet haben.

Der Gemüse Saisonkalender

Quelle: Text: Gartenfreunde.de Bilder: Gartenfreunde.de / bing Bilder