Gartentipps des Monats Februar

Unser Obstgarten

Johannis und Stachelbeeren luftig schneiden

Sofern Sie den Schnitt des Beerenobstes nicht schon nach der Ernte erledigt haben, können Sie jetzt zur Schere greifen. Für die Erziehung eines Johannisbeerstrauches reichen acht bis zehn Triebe völlig aus. Die Triebe sollten nicht älter als drei bis vier Jahre sein. Die zahlreichen Jungtriebe bieten genügend Möglichkeiten zur Verjüngung. Grundsätzlich entfernt man überalterte Triebe bodennah, schwache Jungtriebe, die oft die Strauchmitte verschatten, und krankes Holz. Bei Schwarzen Johannisbeeren sollten Sie noch mehr auf junges Holz setzen als bei den roten und weißen Sorten. Johannisbeer-Hochstämmchen bedürfen einer ständigen Verjüngung. Die Krone sollte nicht zu dicht sein und den Stamm nicht statisch überfordern. Im Prinzip ähnlich erfolgt der Schnitt bei Stachelbeeren. Bei den in Mode gekommenen Spindeln ist es wichtig, dass Sie die Seitentriebe auf innen liegende Verzweigungen absetzen und die Spitze des Mitteltriebes freistellen. Dies gilt auch für die Spindelerziehung bei Johannisbeeren.

Blutläuse entfernen: 

Überwinternde Kolonien von Blutläusen an Apfelbäumen können Sie jetzt gut als weiße, wollige „Polster“ erkennen. Entdecken Sie welche, bürsten Sie sie umgehend ab, andernfalls kann ein Befall zu Krebswucherungen am Holz führen. Einige Apfelsorten gelten übrigens als anfälliger und sollten daher besonders gründlich kontrolliert werden, dazu zählen z.B. ‘Cox Orange’, ‘Goldparmäne’ oder ‘Roter Boskoop’.

Unser Gemüsegarten

Frühlingserwachen im Gemüsegarten: 

Zum Monatsende werden die Tage schon wieder deutlich länger, ein guter Zeitpunkt, um im Frühbeet und Gewächshaus schon Salat zu pflanzen sowie Spinat, Radieschen oder Schnittsalat auszusäen. Für die ersten Aussaaten im Freiland eignen sich in Jahren mit mildem Winter ab Ende des Monats Puffbohnen, Pastinaken und Schwarzwurzeln.

Paprika aussäen: 

Paprika und Chili gehören zu den eher langsam wachsenden Gemüsearten und sollten daher schon ab Mitte Februar ausgesät werden. Da es sich um Dunkelkeimer handelt, müssen Sie die Samen etwa doppelt so tief aussäen, wie sie dick sind. Bei 22 °C kann die Keimung gut vier Wochen dauern. Sobald die Sämlinge das zweite Blattpaar gebildet haben, sollten Sie sie in Töpfe pikieren.

Kompost sieben:
Bald können Sie Ihre Gemüsebeete für die ersten Aussaaten vorbereiten. Den dafür be­nö­tig­ten Kompost können Sie jetzt durchsieben, sofern er nicht gefroren ist. Verwenden Sie dafür im Idealfall ein großflächiges Durchwurf-Sieb mit nicht zu enger Maschenweite (min. 15 mm). Die übrig bleibenden, groben Bestandteile müssen Sie nicht entsorgen, sie können beim Aufsetzen eines neuen Komposthaufens wieder mit untergemischt werden.

Unser Ziergarten

Stauden ausputzen: 

An milden Tagen können Sie im Staudenbeet schon mal damit beginnen, alle weichen und matschig gefrorenen Pflanzenteile zu entfernen. Das geht nämlich am einfachsten, solange die Pflanzen noch nicht mit dem Austrieb begonnen haben. Alle festen Stängel lassen Sie aber besser noch stehen, da in ihnen noch Insekten überwintern könnten.

Spätsommerblüher teilen: 

Wenn der Boden frostfrei ist, können Sie bei günstiger Witterung bereits mit dem Teilen der Stauden beginnen. Allerdings sollten Sie jetzt nur im Spätsommer und Herbst blühende Arten wie etwa Fetthenne, Sonnenhut oder Aster teilen. Bei im Frühling und im Frühsommer blühenden Arten sollten Sie hingegen bis nach der Blüte warten, da sonst die Blü­ten­fül­le spärlicher ausfällt.

Je nach Witterung wagen sich im Februar bereits  Winterling, Schneeglöckchen oder Elfen-Krokus aus der Deckung. In offenen Rasenflächen wirkt Vertikutieren dem Ausbreitungsdrang von Krokussen und Co. entgegen. Das Gleiche gilt für Hacken und andere intensive Bo­den­be­ar­bei­tungs­maß­nah­men im Übergangsbereich vom Rasen zu den Gehölzen. Halten Sie sich hier also zurück. Viele Frühlingsgeophyten wie Winterling, Schneeglöckchen oder Märzenbecher verbreiten sich durch Samen. Stehen sie im Rasen, geben Sie ihnen die notwendige Zeit, ihre Samen ungestört ausstreuen zu dürfen.

Unsere Gartenschätze: Würzsilie

Die jungen Blätter und die Samen der Würzsilie (Sison amomum), auch Gewürzdolde oder Mus­kat­wür­ze genannt, riechen wie geriebene Muskatnuss. Die zweijährige Pflanze bildet im Hoch­som­mer etwa 1 m hohe Stiele mit filigranen weißen Blütendolden. Sie wurde bereits im 16. Jahr­hun­dert als Würz- und Heilpflanze genutzt.

Säen Sie die Würzsilie ab März an einen sonnigen bis halbschattigen Platz in humosen Boden aus. Sie ist eine zweijährige Pflanze, die im zweiten Herbst nach der Blüte und Samenbildung abstirbt, sich aber zuverlässig selbst aussät. Nutzbar sind sowohl die jungen Blättchen als auch die Samen, etwa um Kartoffelpüree oder Aufläufe zu würzen.

Quelle Text/ Bilder: www.gartenfreunde.de