Heilpflanze des Jahres 2026:
Die Nachtkerze
Die Heilpflanze des Jahres ist nicht nur ein Titel. Er soll Aufmerksamkeit schaffen. Die Nachtkerze ist:
- pflegeleicht
- zweijährig und unkompliziert im Garten
- wertvoll für Insekten
- köstlich als Wintergemüse
- vielseitig in der Naturheilkunde
- ein unterschätztes Wildkraut, das viel mehr Beachtung verdient
Viele kennen sie nur als gelbe Blume, die abends duftet und sich zur Nacht öffnet. Doch ihr Potenzial reicht weit darüber hinaus.
Stammt aus Nordamerika, wurde im 17 Jahrhundert nach Europa gebracht und erst als Zierpflanze genutzt. Heute hat sie als Heilpflanze eine große Bedeutung
Eine Pflanze, die viele am Wegesrand kaum beachten und die doch eine unglaubliche Geschichte, beeindruckende Inhaltsstoffe und vielseitige Anwendungsmöglichkeiten besitzt.
Die Samen der Pflanze enthalten das berühmte Nachtkerzenöl – reich an Gamma-Linolensäure, einer seltenen Fettsäure mit entzündungshemmenden Effekten.
Deshalb wird die Pflanze traditionell genutzt bei:
- Hautproblemen wie Neurodermitis
- hormonellen Beschwerden und PMS
- Stoffwechselstörungen
- innerer Unruhe und Stress
Die Wurzel kann als Wintergemüse genutzt werden:
- roh geraspelt in Salaten genutzt werden
- wie Karotte gedünstet werden
- im Ofen geröstet ihr volles Aroma entwickeln
- in Suppen verarbeitet werden. Hier färbt sie sich beim Kochen leicht rötlich
Blätter und Blüten – zarte Wildkräuterküche
- junge Blätter schmecken wie milder Mangold
- Blüten bringen leichte Süße in Salate, Desserts oder Kräuterbutter
- Knospen eignen sich kurz gedünstet als Wildgemüse


Quelle Bild: microsoft bing Quelle Text: aw privat
Schmetterling des Jahres 2026
Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Bläulinge sind kleine Schmetterlinge, die aussehen wie kleine blaue Edelsteine. Auf blütenreichen Wiesen und an Wegrändern flattern sie schillernd durch die Luft und wirken dabei so harmlos als könnten sie keiner Fliege was zuleide tun.
Ameisenbläulinge beispielsweise lassen sich als junge Larven von Ameisen in deren Nester tragen, obwohl Ameisen zu deren ärgsten Fressfeinden zählen. Die Raupen tarnen sich mit einem speziellen Duft und werden so nicht als mögliche Beute erkannt. Zusätzlich besitzen sie Honigdrüsen, um die Ameisen regelrecht zu bestechen. Eingetragen ins Ameisennest vertilgen die Raupen ungeniert hunderte Ameisenlarven.
Wenn, dann sind es meistens nur die Männchen, so wie beim Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Bei ihm ist nur die Flügeloberseite graublau. Seine Spannweite beträgt 35 bis 40 Millimeter. Von Ende Juni/Anfang Juli bis Mitte/Ende August sieht man die Falter fliegen. Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling bewohnt feuchte oder wechselfeuchte Wiesen, sowie Ränder von Gräben, Gewässern und Niedermooren. Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist aufgrund seiner Spezialisierung ganz besonders gefährdet. Er ist nicht nur durch die Zerstörung und Entwertung geeigneter Lebensräume bedroht. Er ist auch zwingend auf den Großen Wiesenknopf und seine Wirtsameisen angewiesen. chutz des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings bedeutet auch Schutz des Großen Wiesenknopfes auf Flächen, die von der Rotgelben Knotenameise besiedelt werden. Außerdem: Neue Untersuchungen ergaben, dass die Larven bis zu zwei Jahren im Ameisennest verbringen können (demnach also einen Sommer bzw. eine Flugperiode „ungenutzt“ lassen). Die ausgewachsenen Schmetterlinge werden hingegen nur maximal drei Wochen alt, im Freiland vermutlich sogar im Durchschnitt nur zwei bis drei Tage.

quelle Text: aw Foto: wikipedia
Wildbiene 2026:
Die Glockenblumen-Schmalbiene
Sie ist ca. 1 cm groß und somit kleiner als die Honigbiene. Ihr Panzer ist schwarz glänzend und am Hinterleib hat sie weiße Flecken, die sehr auffällig sind. Der Name ist Programm, denn sie bevorzugt die Blüten der Glockenblume für ihre Pollensuche.
Lebensraumansprüche
Waldränder, Bahndämme, Sand- und Kiesgruben, Mähwiesen, Magerrasen oder Wegränder sind die bevorzugten Lebensräume dieser Bienenart. Die unverzichtbare Pollenquelle, die Glockenblume entscheidet über das Vorkommen der Art. Offene Bodenstellen an Abbruchkanten aus Sand werden zur Nestanlage benötigt.
Hilfe für die Glockenblumen-Schmalbiene
Indem wir Glockenblumen säen und pflanzen, und der kleinen Wildbiene Nistplätze schaffen können wir dafür sorgen, dass die Wildbiene zu uns in die Gärten kommt. Für die nötige Nahrung sorgen Knäuel-Glockenblume, Rapunzel-Glockenblume, Rundblättrige Glockenblume und weitere heimische Glockenblumen Arten. Sie sind nicht nur für die Bienen wichtig, sie sehen auch schön aus und erfreuen uns.
Das Zusammenspiel von offenen Bodenstellen und das Angebot an Blühpflanzen können wir auch in unseren Gärten schaffen.

Quelle Text: aw Foto: Wildbienen .de